Nach der Überschreitung des Alphubel übernachteten mein Vater und ich im Mischabeljoch-Biwak — ein absolut unglaublicher Ort.
Am nächsten Morgen, gegen 3 Uhr, machten wir uns auf den Weg zum Täschhorn. Die Bedingungen waren wirklich schwierig: Der Grat war auf der Westseite noch mit instabilem Schnee bedeckt, auf der Ostseite jedoch komplett vereist, sodass es unmöglich war, direkt auf ihm zu bleiben. Die Flanken waren instabil, gefährlich und fast nicht absicherbar!
Nach einem langen, anstrengenden Aufstieg (etwa fünf Stunden) erreichten wir schließlich den Gipfel. Wir hatten überlegt, die Täschhorn–Dom-Überschreitung anzuhängen, entschieden uns aber bereits am Vorabend dagegen, nachdem wir die Bedingungen gesehen hatten. Stattdessen kehrten wir zum Mischabeljoch-Biwak zurück. Der Abstieg fühlte sich endlos an und war extrem kräfteraubend. Nach einer kurzen Pause im Biwak stiegen wir schließlich über den Weingartengletscher nach Täsch ab.
🎒 Route: Mischabeljoch-Biwak → Täschhorn (AD+, kombinierter Grat)
🌬 Bedingungen: Schnee und Eis am Grat, instabile Flanken, technisch und ausgesetzt
⛰ Höhe: 4.491 m
👣 Alter: 16
Sechsundvierzig geschafft, 36 noch vor uns.
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