Ein paar Tage zuvor hatten wir eigentlich geplant, die Täschhorn–Dom-Überschreitung zu machen. Doch als wir das Täschhorn bestiegen, lag zu viel Schnee. Also entschieden wir uns, nur auf das Täschhorn zu gehen und anschließend wieder abzusteigen – viele zusätzliche Höhenmeter, aber Risikovermeidung ist wichtiger.
Eine Woche später kehrten wir zurück, um den Dom zu besteigen. Zu Beginn wanderten wir über die riesige Europa-Hängebrücke – etwa 300 Meter lang – und setzten unseren Aufstieg von dort fort. Aus irgendeinem Grund fand ich den Zustieg unglaublich anstrengend, vielleicht wegen der Höhe. Als wir schließlich die Hütte erreichten, wartete dort eine süße Katze auf uns – das machte den Tag sofort besser. Einziger Nachteil: alles war extrem teuer – rund 16 Euro für eine Flasche Wasser!
Am nächsten Morgen starteten wir gegen 4 Uhr. Auf der Route war viel los, was normal ist, da der Dom der höchste, vollständig in der Schweiz stehende Berg ist. Wir hatten kurz überlegt, über den Festigrat aufzusteigen, entschieden uns aber letztlich für die Normalroute, da der Grat noch in schlechtem Zustand war (Schnee und Eis).
Am Gipfel herrschten perfekte Bedingungen: blauer Himmel und atemberaubende Aussicht in alle Richtungen. Beim Abstieg konnten wir über viele Schneefelder hinunterrutschen – das machte richtig Spaß. Zurück an der Hütte gönnten wir uns eine kurze Pause, aßen Meringue mit Rahm, sahen die Katze wieder und begannen dann den langen Abstieg ins Tal.
Insgesamt war die Tour anstrengend, aber absolut fantastisch – ein unvergessliches Erlebnis.
🎒 Route: Domhütte → Normalroute → Dom (PD)
🌬 Bedingungen: Fester Schnee, vereiste Passagen am Gipfelgrat, klarer Himmel
⛰ Höhe: 4 545 m 👣 Alter: 16
📈 Stand: 47 geschafft, 35 verbleibend
Kommentare
0Noch keine Kommentare
Sei der Erste, der kommentiert!